Solitärringe: der Trend zur Verlobung

Die Verlobung ist wohl das schönste Versprechen eines Mannes an seine Geliebte. Hierzu gehört freilich der passende Verlobungsring, um das Liebesglück symbolisch festzuhalten. Unter den beliebten Diamantringen gehören die Solitärringe zu den bekanntesten Formen, die zu diesem Anlass gewählt werden.

Der Solitärring – eine Erfindung des 19. Jahrhunderts

Solitär Ringe sind mit einem einzelnen Diamanten im Brillantschliff geschmückt. Diesen hält eine Krappenfassung, die den Lichteinfall vergrößert, weil sie unten offen ist. Diese Ringe mit ihren funkelnden Steinen werden seit 1886 bevorzugt beim Heiratsantrag überreicht, damals entstanden sie erstmals nach Tiffany-Entwürfen. Das Material des Rings war zuerst Platin, das gerade in Mode kam, heute ist bei Solitärringen eher Gold gefragt. Innovativ war dazumal die Krappenfassung, die krallenartig den Stein hält und Licht einfallen lässt. Sie setzte sich fortan als eine bevorzugte Fassung durch. Die ersten Steine auf Solitärringen wurden von sechs Krappen gehalten, inzwischen gibt es Varianten mit vier oder auch nur drei Krappen, die noch mehr Licht an den Diamanten lassen. Auch andere Edelsteine können so gehalten werden. Der Name des Solitärrings kommt vom französischen Wort solitaire = Einzelgänger, weil nur ein Stein vorhanden ist. Es war bis zum späten 19. Jahrhundert eher üblich, mehrere Steine auf einem Ring zu platzieren.

Anlässlich der Verlobung: Solitärringe sind beliebt

Nach ihrer “Erfindung” setzten sich Solitärringe als klassische Verlobungsringe durch. Sie verdrängten die vorher dominierenden traditionellen Ringe mit dem blauen Saphir, welcher zum Heiratsantrag größte Treue symbolisieren sollte. Seit nunmehr über 130 Jahren hat sich quasi eine Tradition gebildet: Der Verlobungsring ist ein Solitär. Dementsprechend vielfältig sind inzwischen die Formen dieser schönen Ringe mit ihrem funkelnden Diamanten (auch anderen Edelsteine wären möglich). Es gibt die verschiedensten Schliffe und unterschiedliche Krappenzahlen, auch das Material der Ringe kann Gelb-, Rosé- oder Weißgold, doch natürlich auch Platin oder Silber sein. Die im Jahr 2017 wohl häufigste Variation ist der Gelb- oder Weißgoldring mit einem Diamanten. Gold ist das Edelmetall des frühen 21. Jahrhunderts, Diamanten symbolisieren schon immer Stärke, Ewigkeit und Brillanz. Diese Eigenschaften in Kombination sind für Paare, die sich verloben, enorm wichtig. Die Vorteile des Solitärs bestehen freilich auch in seiner vergleichsweise schlichten Eleganz und dem nicht allzu hohen Preis, der dem Anlass angemessen erscheint. Die Schlichtheit wird wiederum durch das Funkeln der typischen “Bauart” eines Solitärs kompensiert. Das erklärt vielleicht die großen, ungebrochene Beliebtheit von Solitär-Verlobungsringen.

Aktuelle Designs von Solitär-Verlobungsringen

Im Jahr 2017 beobachten wir bei diesen Ringen einen Trend zu mehr klassischer Eleganz anstelle des leichten Protzes, der noch vor wenigen Jahren zu beobachten war. Das ist auch dem steigenden Goldpreis geschuldet. Gold wurde nach dem Jahr 2000 sehr wertvoll, es lohnt sich zweifellos, Ringe aus diesem Material anzuschaffen. Doch Gold ist nun auch teuer, da dürfen es bisweilen einige Gramm weniger sein. Dasselbe trifft auf die verwendeten Diamanten zu. Das macht aber nichts, niemand wiegt Ihren Ring ab und fragt nach, was er gekostet hat - nur schön soll er sein. Das versprechen die neuen Designs auf jeden Fall, sie blenden geradezu mit ihrer modernen Eleganz.